Claudia Rating zählt zu den anerkanntesten Grand-Prix-Richterinnen Norddeutschlands und blickt auf mehr als 30 Jahre Erfahrung als Dressurrichterin zurück. Ihre Leidenschaft für Pferde begann bereits in der Kindheit und führte sie zunächst selbst erfolgreich in den Turniersport. Bei ihrer Arbeit als Richterin stehen für sie vor allem Losgelassenheit, Zufriedenheit und Harmonie zwischen Pferd und Reiter im Mittelpunkt. Neben ihrer reiterlichen Laufbahn engagiert sich die Hamburgerin seit vielen Jahren intensiv für den Tierschutz.
2012 gründete sie die Claudia-Rating-Stiftung, die sie heute gemeinsam mit ihrer Halbschwester Kathrin Hoffmann führt. Auslöser für ihr Engagement war unter anderem ein erschütternder Animal-Hoarding-Fall mit 43 Katzen. Die Stiftung unterstützt sorgfältig ausgewählte, seriöse Tierschutzprojekte und legt großen Wert darauf, sich persönlich ein Bild von deren Arbeit und den Haltungsbedingungen vor Ort zu machen. Ein besonderes Herzensprojekt ist die Pferdeklappe in Norderbrarup, die Pferde und ihre Besitzer in finanziellen oder persönlichen Notlagen unterstützt.
Für die Zukunft möchten die Schwestern noch stärker präventive Projekte fördern, etwa Kastrationsprogramme für freilebende Katzen. Gleichzeitig sehen sie die stark gestiegenen Tierarztkosten als große Herausforderung und appellieren an Tierhalter, sich bereits vor der Anschaffung eines Tieres über die langfristige finanzielle Verantwortung im Klaren zu sein. Ihr Grundgedanke ist dabei ebenso einfach wie eindringlich: Tierschutz ist nicht nur eine Frage des Geldes – jeder kann durch ehrenamtliche Hilfe und Aufmerksamkeit einen Beitrag leisten. Ihr Motto lautet deshalb: „Hinsehen statt wegsehen.“
Quelle: Pferd + Sport (Ausgabe 09/26)